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MdB Axel Müller absolvierte Praktikum in der IWO

WEINGARTEN -Um sich ein tiefergreifendes Bild über die Arbeit der Integrations-Werkstätten Oberschwaben machen zu können, absolvierte der Bundestagsabgeordnete Axel Müller (CDU) ein zweitägiges Praktikum. Die IWO nutzte die Gelegenheit, den Gast aus der Bundespolitik über das breite Leistungsspektrum, aber auch die täglichen Herausforderungen der Menschen mit Behinderungen und den betreuenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu informieren.

Bevor Axel Müller für sein Praktikum konkret die Arbeit aufnahm, erhielt dieser nach der Begrüßung zunächst eine kurze Einführung durch Moritz Prokein, Leiter des Fachbereichs Bildung und Arbeitsförderung. Hierbei informierte sich der Bundestagsabgeordnete unter anderem auch über die Herausforderungen der IWO in den vergangenen zwei Jahren der Corona-Pandemie. Auch die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes und Arbeitsbedingungen sowie die Bezahlung im Sozialwesen waren Themen des ersten lockeren Austauschs, an den ein einführender Rundgang durch die Gruppenräume des Förder- und Betreuungsbereich anschloss. Dass es sich um einen nicht alltäglichen Besuch handelt, das war hier deutlich spürbar. „Man hat schon in den Tagen zuvor gemerkt, dass manche Mitarbeiter*innen mit Behinderung durchaus positiv aufgeregt waren“, berichtete Moritz Prokein. Dies auch vor dem Hintergrund, dass sie die Zeit für Fragen nutzen konnten, die ihnen schon lange unter den Nägeln brennen.

Auf eigenen Wunsch wurde MdB Axel Müller im Rahmen seines Praktikums auch in Tages – und Arbeitsabläufe im Berufsbildungsbereich eingebunden. Hier stand zunächst die Teilnahme an einer Unterrichtseinheit zur Einführung in die Arbeitssicherheit auf dem Plan – gemeinsam mit anderen IWO-Mitarbeitern*innen. Diese hatten im Anschluss die Gelegenheit, bei einer Fragerunde vielschichtige Themen anzuschneiden. So wurde der CDU-Politiker unter anderem zu Klimaschutz und Atomkraft, der umstrittenen Fußball-WM in Katar oder die Arbeit in der Opposition im Bundestag befragt.

Am zweiten Praktikumstag legte Axel Müller im Arbeits- und Produktionsbereich selbst Hand an. So half er mit bei der Verpackung von Produkten konkreter Kundenaufträge und Montage verschiedener Bauteile mit speziell auf die motorischen Fähigkeiten der Menschen mit Behinderung abgestimmten Vorrichtungen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Arbeitsschritte bewältigt werden, erledigte Rechtshänder Axel Müller diese mit seiner linken Hand. Eine neue Erfahrung war für ihn auch, wie Schachteln mit den Füßen gefaltet oder Karabinerhaken fixiert werden. „Es beeindruckt mich zutiefst, wie Menschen mit Einschränkungen hoch motiviert sind, das absolute Maximum aus sich heraus zu holen“, sagte Axel Müller bei seiner Station im Produktionsbereich. „Damit stellen sie unter Beweis, dass sie trotz ihrer Probleme ein wertvoller Teil unserer Gesellschaft sind, der Anerkennung und Unterstützung erfahren muss“, ergänzte der CDU Politiker, der den Wahlkreis Ravensburg seit 2017 im Bundestag vertritt.

Was Axel Müller für seine politische Arbeit vom zweitägigen Besuch mitnehmen kann und möchte? „Zunächst hat die Politik die Pflicht, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den Einrichtungen so gut zu gestalten wie möglich. Sie muss aber auch die Erfahrungen derer, die hier schon seit Jahren und Jahrzehnten in den Einrichtungen arbeiten und leben, nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern sich bei ihren Entscheidungen davon leiten lassen“, so Axel Müller bei seinem Resümee des zweitägigen Praktikums.