Man muss anderen Grenzen setzen

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist nicht das individuelle Schicksal einzelner Beschäftigter, sondern ein weit verbreitetes Problem. Häufiger als angenommen, sind Menschen mit Handicap Opfer sexueller Belästigung und Gewalt. Als Einrichtung für Menschen mit Behinderung wollen wir Gewaltanwendungen in sexualisierter oder körperlicher Form vorbeugen und aktiv gegen Grenzüberschreitungen vorgehen.


„Eine Arbeitsgruppe aus acht Vertreterinnen aller Fachbereiche der IWO hat sich in einem fünfjährigen Prozess intensiv mit Prävention und Intervention von sexueller Gewalt beschäftigt“, sagt Ulrike Merk, die Leiterin der Arbeitsgruppe, die von der Markdorfer Psychologin Monika Salomo-Rid fachlich begleitet wird. 
Die Arbeitsgruppe hat sich in Untergruppen aufgeteilt, in denen unterschiedliche Aspekte der Thematik erörtert und eine umfassende Handreichung erarbeitet wurde.

 
Für Frauen und Männer

Einer der Schwerpunkte des Projekts  ist die Prävention. In diesem Zusammenhang wurden zwei Wehr-Dich-Trainings für Frauen angeboten: eines für Fußgängerinnen, eines für Rollstuhlfahrerinnen. „Dann haben sich die Männer im Haus gemeldet und angefragt, ob es so ein Angebot auch für sie geben könne, da auch sie für sich einen Bedarf sehen“, erinnert sich Ulrike Merk. Also wurde ein dritter Kurs anberaumt.„Ziel ist es, dass die Teilnehmer lernen, für den Täter nicht mehr interessant zu sein“, fasst Ulrike Merk die Intention der Trainings zusammen.Die IWO hat ihre theoretischen und praktischen Erfahrungen bereits weitergegeben und Vorträge auf dem Werkstättenkongress sowie bei Fachtagen von Pro Familia und der Lebenshilfe Baden-Württemberg  gehalten. „Die Rückmeldungen waren durchweg positiv“, erzählt Ulrike Merk. Zur Nachahmung empfohlen!Hier geht’s zu den Downloads der Handreichung zur Prävention und Intervention

Fassung ohne Bilder
Bildunterlegte Fassung in einfacher Sprache
Abschlussbericht der Hochschule Ravensburg-Weingarten