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Bilder von IWO-Beschäftigten schmücken Gerinove-Wände im 14 Nothelfer

WEINGARTEN (mcb) – Gut Ding will Weile haben, sagt der Volksmund und hier kommt ein weiteres Beispiel dafür, dass an diesem Sprichwort etwas dran ist. Es ist schon eine ganze Weile her, dass sich Elke Lang, Pädagogische Leitung der Integrations-Werkstätten Oberschwaben (IWO) beim Krankenhaus 14 Nothelfer in Weingarten mit einer Idee meldete. In der Werkstatt für Menschen mit Behinderung und Qualifizierungsstätte für langzeitarbeitslose Menschen gibt es verschiedene begleitende Angebote, wie Kunstkurse. Dabei entstehen viele Kunstwerke. Viele davon können mangels Fläche gar nicht aufgehängt werden und anderenorts, so wie im Krankenhaus 14 Nothelfer Weingarten, gibt es freie Wände.

Mit dieser Idee wandte sich Elke Lang also an das Krankenhaus. Dort war das Geriatrische Notfallversorgungszentrum (Gerinove) schon im Werden und bald war klar: da wird es viele freie Flächen geben, die geschmückt werden müssen. Als das Gerinove-Gebäude stand und farbigen Wände vorzeigbar waren, besuchten Elke Lang und Gabriele Janker-Dilger, die die Leitung Kunst ABM (Arbeitsbegleitende Maßnahme) innehat, den neuen Gebäudeteil. Schnell waren sich alle einig: Hier gibt es eine ideale Dauer-Ausstellungsfläche für die Werke der IWO-Künstler.

    
Gabriele  Janker-Dilger, studierte Modedesignerin und Künstlerin, betreut bei der IWO drei Kunstgruppen mit jeweils acht bis zehn Teilnehmern. Meist gibt es mehr Interessenten als Plätze in den Kursen, die auch von vielen „Wiederholungstätern“ besucht werden. „Das künstlerische Niveau der Teilnehmer ist ganz unterschiedlich und misst sich nicht am Behinderungsgrad, sondern am Talent“, so Janker-Dilger und erzählt, dass es in ihren Kursen zwar thematische Vorgaben gibt, an diese müsse sich aber niemand halten.  Vielmehr gehe es darum, „dass sich die Mitarbeiter etwas trauen und von der Vorstellung wie ein Kunstwerk auszusehen hat, ablassen.“

Gerinove-Mandala zieht alle Blicke auf sich

Wie gut ihnen das gelingt, ist ab sofort in den öffentlichen Räumen des Gerinove-Gebäudes am Krankenhaus 14 Nothelfer zu sehen: Mandalas, Aquarelle, Bleistiftzeichnungen, Mischtechniken… insgesamt wurden 13 Bilder aufgehängt von 17 Mitarbeitern und allein am großen Mandala haben zehn IWO-Künstler mitgewirkt.  Darunter eine 50-Jährige, die früher Schneidermeisterin war und seit einem Unfall mehrfach behindert ist. Von ihr stammen die Bleistiftzeichnungen, die von großer Genauigkeit geprägt sind und die außerordentliche graphische und ornamentale Begabung für Kompositionen zeigen.

Mandalas haben es einem 40-jährigen und mehrfach behinderten Mann angetan,  findet er beim Malen doch die größte Entspannung und sein besonderes Gespür für Formen und Farben sieht man den auf den Mittelpunkt konzentrierten Bildern an.

Die erste Gelegenheit zum Bilderschauen gibt's beim Tag der offenen Tür im Gerinove am Samstag, 29. Juni, zwischen 11 und 16 Uhr.