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Von den Integrations-Werkstätten Oberschwaben ins Landratsamt Ravensburg: Florian Kibele nutzt IWO erfolgreich als Sprungbrett auf den Arbeitsmarkt

WEINGARTEN/RAVENSBURG – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt sind für Menschen mit Behinderung besonders gravierend. Alarmierend stellt sich die Situation auch in Baden-Württemberg dar. Das geht aus dem Inklusionsbarometer Arbeit 2020 der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institutes hervor. Demnach verzeichnet das Ländle im bundesweiten Vergleich zum Vorjahr mit 16,4 Prozent den dritthöchsten Anstieg an arbeitslosen Menschen mit Behinderung (Vergleichszeitraum Oktober 2019 und 2020). Umso erfreulicher ist es, dass es auch Unternehmen und Institutionen gibt, die gegen diesen Trend handeln. Wie das Landratsamt Ravensburg, das Florian Kibele von den Integrations-Werkstätten Oberschwaben (IWO) nach einem vierwöchigen Praktikum nahtlos in ein Angestelltenverhältnis übernommen hat.

„Ich finde es schön, dass wir gleich zu Beginn des Jahres eine solch positive Nachricht überbringen können“, freut sich Moritz Prokein, Bereichsleiter Bildung & Arbeitsförderung bei der IWO. „Denn es ist unser Auftrag, Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln.“

Die Basis für seinen Job in der Abteilung Inklusionsamt hat sich Florian Kibele im Berufsbildungsbereich (BBB) der IWO selbst gelegt. „Er hat sich bei uns im BBB ein Jahr lang in Bereichen wie Scanning qualifiziert und kann dies im Landratsamt nun optimal umsetzen“, sagt Prokein. „Ich habe Florian als einen höflichen, respektvollen und engagierten Mitarbeiter kennengelernt und freue mich deshalb auch persönlich ganz besonders für ihn, dass es so schnell geklappt hat“, sagt Prokein und ist „der festen Überzeugung, dass er seinen Job gut macht und auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen wird, weil er Fachlichkeit und Persönlichkeit mitbringt“.

„Passt auch menschlich gut ins Team“

„Florian Kibele hat die Werkstatt für Menschen mit Behinderung als Sprungbrett für den allgemeinen Arbeitsmarkt erfolgreich genutzt“, sagt Franz Eggerstorfer. Er gehört zu den Jobcoaches der IWO, die die Menschen mit Behinderung auf dem Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt qualifizieren, Bewerbungsgespräche trainieren, anleiten und in der Firma vor Ort auch begleiten.

„Herr Kibele hatte bereits in der Vergangenheit bei der Verscannung von Unterlagen für unser Jobcenter durch die IWO geholfen. Aufgrund seines Werdegangs, seiner Freude am Arbeiten mit dem PC und seiner aufgeschlossenen Art hat er uns überzeugt“, lobt Sachgebietsleiterin Isabel Wiesner vom Sozial- und Inklusionsamt im Landratsamt Ravensburg ihren neuen Mitarbeiter. „Mit ihm hat unsere Post- und Scanstelle einen motivierten Kollegen gewonnen, der auch menschlich gut in das Team passt.“

Dieses Vertrauen in seine Person und Fähigkeiten erfüllt Florian Kibele Tag für Tag. „Mir macht die Arbeit richtig Spaß und meine Kollegen sind sehr nett“, sagt der 20-Jährige und hat für alle Menschen mit Handicap, die auf der Suche nach einem Job auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sind, einen wichtigen Tipp: „Immer freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen sein und mit den Leuten reden.“

Dann braucht es nur noch ein couragiertes Unternehmen wie das Landratsamt Ravensburg, das den Menschen mit Behinderung eine Chance bietet. Dabei können die Firmen nicht nur auf die IWO im Allgemeinen und deren Jobcoaches im Besonderen bauen. Zeigt sich, dass ein Mitarbeiter soweit qualifiziert und stabilisiert und ein erfolgreicher Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis möglich ist, wird der Integrationsfachdienst (IFD) hinzugezogen und gemeinsam mit Mitarbeiter und Jobcoach die weiteren Schritte und Maßnahmen vereinbart. „Der IFD berät den Betrieb zudem über Fördermöglichkeiten und übernimmt auch die Nachbetreuung“, weiß Moritz Prokein, der sich über entsprechende Anfragen aus Unternehmen freuen würde.

INFO: Weitere Informationen gibt’s unter Telefon (0751) 76907-38 (Moritz Prokein)